Allergien erschweren den Alltag während der immer länger werdenden Pollensaison. Die Ursachen dafür bzw. die Zusammenhänge zwischen Klima und Pollenbelastung sind wissenschaftlich gut belegt. Pflanzen orientieren sich in ihrer Entwicklung an Temperatur, Tageslicht und Feuchtigkeit. Durch den stetigen Temperaturanstieg verschiebt sich die Vegetationsperiode deutlich.
Viele Pflanzen beginnen früher zu blühen, einige sogar mitten im Winter. Während Hasel und Erle früher als üblich im Jänner oder sogar schon im Dezember Pollen freisetzen, können Gräser bereits ab April Beschwerden verursachen. Der Effekt ist nicht nur ein verfrühter Beginn, sondern auch eine Verlängerung der gesamten Pollensaison, die sich inzwischen über große Teile des Jahres erstreckt.
Doch damit nicht genug: Neben der zeitlichen Verschiebung verändert sich auch die Intensität. Durch höhere CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre produzieren viele Pflanzen mehr Pollen als früher.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Effekt bei stark allergenen Pflanzen wie der Birke oder der eingeführten Ambrosia (Ragweed), deren Pollen bereits in kleinsten Mengen bei vielen Menschen zu massiven Beschwerden führen.
Ein dritter Aspekt betrifft die geografische Ausbreitung. Durch die milderen klimatischen Bedingungen können wärmeliebende Pflanzenarten, darunter auch invasive Arten bzw. sogenannte Neophyten wie das Ragweed, nun auch in höheren Lagen und bisher weniger betroffenen Regionen gedeihen. Dadurch verändert sich nicht nur die biologische Vielfalt, sondern sie wird auch für viele Menschen gesundheitlich problematischer…
Quelle: klimaaktiv.at – Klimaschutzinitiative des Bundes | Artikel: Pollen, Klimawandel, Gesundheit – Warum Allergien zunehmen und was wir tun können
