PRESSEMELDUNG – Hohe Temperaturen, wie wir sie derzeit erleben, bringen oft Gewitter mit sich. Menschen mit allergischem Asthma sind dann einem ganzen Cocktail an Risikofaktoren ausgesetzt: hohe Luftfeuchtigkeit, ein sprunghafter Anstieg der Pollenkonzentration und eine drastische Erhöhung der Ozonbelastung.
Die erhöhte Pollenkonzentration entsteht, da die Allergene durch einen sogenannten osmotischen Schock in Verbindung mit Feuchtigkeit und Regenfällen zerbrochen werden. Durch das Aufplatzen sind die Partikel deutlich mehr und auch kleiner als die eigentlichen Pollen. So können sie auch tiefer in die Atemwege eindringen.
Das Reizgas Ozon wiederum kann aufgrund seiner geringen Wasserlöslichkeit tief in die Lungen eindringen und führt dort zur Bildung von aggressiven Sauerstoffradikalen, die das Atemwegsepithel (Schleimhaut) zerstören. Damit wird diese schützende Schicht durchlässiger für Allergene oder andere Luftschadstoffe.
→ Die Folgen: verstärkte Symptome, Patientinnen und Patienten brauchen mehr und stärkere Medikamente, haben eine schlechtere Lungenfunktion, mehr Exazerbationen (plötzliche Verschlechterung der Erkrankung) und sie reagieren stärker auf die Allergene…
Quelle: I.G.A.V. – Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung | Univ.-Prof. Mag. Dr. Stefan Wöhrl
