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Mikroplastik und Windräder

Die Flügelspitzen von Windrädern können abhängig von der Windstärke eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h erreichen. Dadurch wird das Material stark belastet und es können sich kleine Partikel von der Oberfläche ablösen.

Bei der Erosion von Rotorblättern sind vor allem die Beschichtungsmaterialien (Lacke, Folien) betroffen, die die Oberfläche schützen und glatt machen. Diese Abnutzungserscheinungen werden bei regelmäßigen Wartungs- und Reparaturarbeiten möglichst gering gehalten, da sie die Leistungsfähigkeit der Anlagen beeinflusst. Darüber hinaus werden die verbauten Materialien laufend weiter verbessert, um sie noch widerstandsfähiger zu machen.

  • Der Deutsche Bundestag hat 2020 eine Worst-Case-Abschätzung für alle Windkraftanlagen (rd. 31.000) in Deutschland durchgeführt und kam auf einen maximalen Abrieb von 1.395 Tonnen pro Jahr. Der tatsächliche Wert liegt aber sehr wahrscheinlich deutlich niedriger – bei wenigen 100 Gramm pro Anlage pro Jahr.
  • Die Autoren einer 2024 veröffentlichte Studie der Technischen Universität Dänemark weisen darauf hin, dass diese Werte hundert- oder tausendmal geringer sind als der Kunststoffabrieb von Schuhen und Reifen. Demnach ist der Abrieb von einem Windrad ist in etwa so viel, wie der Abrieb der Schuhsohlen einer Person (Fraunhofer Umsicht).
  • Eine weitere Studie, die im Wind Energy Science Journal von Caboni et al. (2024) veröffentlicht wurde, errechnen die Forscher:innen, dass die bei Offshore-Windturbinen in den Niederlanden derzeit freigesetzte Menge Mikroplastik, lediglich einen sehr kleinen Teil des gesamten in den Niederlanden freigesetzten Mikroplastiks ausmacht: weniger als 1 ‰ (ein Promille) oder 0,1 %…

Quelle: WINDKRAFT Österreich

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