Ein großangelegtes Aufforstungsprojekt Chinas in der Wüste Taklamakan zeitigt erste messbare Erfolge. Milliarden neu gepflanzter Bäume bremsen die rasante Ausbreitung der Wüste und tragen zugleich zur stabilen Bindung von Kohlendioxid bei. Was lange als unrealistisch angesehen wurde, entwickelt sich zunehmend zu einem der größten praktischen Experimente im Umgang mit Wüstenbildung und Klimawandel.
337.000 Quadratkilometer Sandwüste
Die Taklamakan im Nordwesten Chinas gehört mit rund 337.000 Quadratkilometern zu den größten Sandwüsten der Erde. Ihre extreme Trockenheit entsteht durch die geografische Lage im Inneren des Kontinents und auch die umliegenden Gebirgszüge, an denen sich Niederschläge bereits abregnen, tragen dazu bei. Seit den 1970er Jahren schon verfolgt die chinesische Regierung das Ziel, die Wüste von ihren Rändern her zurück zu drängen.
Der großangelegte Aufforstungsplan entstand 1978. Seither wurden mehr als 66 Milliarden Bäume und Sträucher gepflanzt, darunter vor allem robuste Arten wie die Euphrat-Pappel, Tamarisken und Salpetersträucher. Im Jahr 2024 wurde ein durchgehender Grüngürtel um die Wüste geschlossen, der als Barriere gegen die weitere Ausbreitung von Sand und Dünen dienen soll.
Quelle: Energieleben – Online-Magazin | Wien Energie Vertrieb GmbH&Co KG
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