Stratosphärisches Sulfataerosol, wie es durch sehr große Vulkanausbrüche entsteht, kühlt die Erde, weshalb es unter anderem als sogenannte Geoengineering-Methode diskutiert wird. Doch das Verständnis, wie dieses Aerosol den Strahlungshaushalt des Planeten im Detail beeinflusst, war bislang unvollständig.
Mit einem einfachen Modell haben Forschende am Max-Planck-Institut für Meteorologie nun entscheidende Prozesse aufgeschlüsselt und gezeigt, dass der Kühlungseffekt von der Temperatur auf der Erde abhängt.
Große Vulkanausbrüche können Schwefeldioxid weit hinauf in die Atmosphäre schleudern. In der Stratosphäre, einer Schicht ab rund 15 Kilometern Höhe, oxidiert dieses Gas zu Schwefelsäure. Diese kondensiert und bildet Sulfataerosol. Das Aerosol reflektiert sichtbare Sonnenstrahlung und kühlt dadurch die Erde, wie es sich in der Vergangenheit nach großen Vulkaneruptionen auch beobachten ließ.
Obwohl dieser Effekt im Grundsatz verstanden ist und bereits als mögliche Technologie zur Kühlung der sich erwärmenden Erde erwogen wird, gibt es noch einige Unklarheiten. So kühlt Sulfataerosol nicht nur. Es fängt auch – ähnlich wie das Treibhausgas Kohlendioxid – Wärmestrahlung ein…
Quelle: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
