Die Klimakrise ist längst keine abstrakte Zukunftsmusik mehr, sie ist eine teure Realität. Doch während die Zeit drängt, steuern zwei der größten Volkswirtschaften im Herzen Europas auf ein kostspieliges Versagen zu.
Deutschland und Österreich werden ihre selbstgesteckten Klimaziele für 2030 voraussichtlich deutlich verfehlen, und die Rechnung dafür wird milliardenschwer ausfallen. Besonders brisant: Österreich könnte pro Kopf sogar noch tiefer in die Tasche greifen müssen als sein nördlicher Nachbar.
Die Zahlen untermauern diese besorgniserregende Prognose. In Deutschland klafft eine Lücke von bis zu 255 Millionen Tonnen CO₂, die bis zum Ende des Jahrzehnts eingespart werden müssten. Die Kosten für den Kauf von Emissionszertifikaten, um diese Lücke zu schließen, könnten sich auf bis zu 38 Milliarden Euro belaufen.
In Österreich sieht es nicht besser aus: Hier droht ein Defizit von 12,7 Millionen Tonnen, was bei einem deutlich höheren Zertifikatspreis von bis zu 465 Euro pro Tonne zu Mehrkosten von bis zu 5,9 Milliarden Euro führen könnte. Pro Kopf gerechnet wäre die österreichische Rechnung mit 656 Euro sogar teurer als die deutsche mit 458 Euro…
Quelle: LOVELECTRIC – Verein zur Förderung der Elektromobilität
Herausgeber: Leo Fellinger
