Wie viel Plastik ist in den Meeren? Einer Studie von 2023 zufolge treiben rund 170 Billionen Plastikteilchen in unseren verschmutzten Meeren. Die Plastikverschmutzung der Weltmeere habe ein „beispielloses Ausmaß“ angenommen, schreiben die Forschenden. In der folgenden Grafik aus dem Jahr 2017 ist gut zu sehen, dass vor allem der Pazifik unter enormen Mengen an Plastikmüll leidet, aber auch der Indische Ozean ist stark belastet. Ebenfalls betroffen sind die Küsten und Flüsse Mittelamerikas.
Neueste Studie geht von bis zu 11 Millionen Tonnen Plastikmüll aus.
Viel Plastikmüll sinkt in die unendlichen Tiefen der Weltmeere ab, dort sind die letzten Ruhestätten des Mülls. Aufgrund des kaum vorhandenen Sauerstoffs und der nicht existierenden UV-Strahlung direkt am Meeresboden lagert der Müll dort quasi ewig, sagen Forschende.
Die Plastikverschmutzung auf dem Meeresboden könnte demnach Schätzungen zufolge bis zu 100-mal größer sein als die Menge Plastik, die an der Meeresoberfläche schwimmt. Etwa die Hälfte (46 %) der Plastikmasse befindet sich den Ergebnissen zufolge oberhalb von 200 Metern Wassertiefe, der Rest (54 %) in den Meerestiefen von bis zu 11.000 Metern. Insgesamt lägen auf dem Grund der Ozeane schätzungsweise 3 bis 11 Millionen Tonnen Plastikmüll, ergab die Studie der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro und der University of Toronto.
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