Eine globale Bedrohung verbindet heute die gesamte Menschheit – unabhängig von Herkunft, Kultur oder sozialem Status: die Verunreinigung der Biosphäre durch Mikro- und Nanoplastik (MNP).
Diese winzigen Kunststoffpartikel, millionstel Meter klein, haben den gesamten Planeten erreicht. Sie befinden sich nicht nur in unserer Umwelt, sondern inzwischen auch in unseren Körpern. Mit jedem Atemzug, jedem Glas Wasser und jeder Mahlzeit gelangen mikroskopisch kleine Plastikpartikel in unser Inneres. Sie wurden bereits in menschlichen Zellen, Geweben und Organen nachgewiesen.
@wissenschaftgesellschaft | 2025 | 25:03min.
Plastik zersetzt sich nicht und verschwindet daher nicht spurlos. Mit der Zeit zerfällt es in Mikro- und Nanopartikel, die Teil der Umwelt werden. Damit erreicht die Plastikverschmutzung eine neue Dimension: Sie ist nicht mehr nur sichtbarer Müll, sondern ein Faktor, der natürliche Prozesse grundlegend beeinflussen kann.
Der zweite Teil des Berichts (Audioversion) untersucht, wie Mikro- und Nanoplastik nach der Anreicherung im Boden dessen Struktur und Wasserhaushalt verändert und Mikroorganismen, Pflanzen sowie Tiere beeinträchtigt. Besonderes Augenmerk liegt auf Bestäubern, vor allem Bienen, deren Gesundheit die Nachhaltigkeit von Ökosystemen und die landwirtschaftliche Produktion direkt beeinflusst.
Der Bericht hebt zudem den Klimaaspekt hervor und untersucht Plastik nicht nur als Umweltverschmutzung, sondern auch als Faktor, der die physikalischen Eigenschaften von Wasser, einschließlich seiner Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität – und damit den Wärmehaushalt der Ozeane sowie folglich Klimaprozesse – beeinflussen kann. Mikro- und Nanoplastikpartikel werden so zu einem Faktor für Umwelt- und Klimaveränderungen, die uns alle direkt betreffen.
@wissenschaftgesellschaft | 2026 | 54:14min.
Quelle: ALLATRA Global Research Center
