In den letzten 500.000 Jahren erlebte die Erde lange Eiszeiten (Glaziale), die regelmäßig von kurzen Warmzeiten unterbrochen wurden, sogenannten Interglazialen. Veränderungen der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphärestimmen ziemlich genau mit diesem Zyklus überein: Der CO2-Gehalt nimmt um etwa 80 bis 100 Teilchen pro Million (ppm = parts per million, also CO2-Moleküle in einer Million Luftmolekülen) zu, während die arktischen Temperaturen um rund zehn Grad Celsius steigen.
Bei genauer Betrachtung jedoch folgt der CO2-Anstieg dem Temperaturanstieg um ungefähr 1000 Jahre. Obwohl dieses Phänomen in der Forschung schon lange bekannt ist (Lorius et al. 1990), führt es bei vielen Menschen noch immer zu Überraschung und Verwirrung. Ist nun der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre eine Folge der Erderwärmung, oder ist umgekehrt die Erderwärmung eine Folge des CO2-Anstiegs?
- Die Antwort lautet: Beides ist richtig…
Quelle: Helmholtz KLIMA | Klimafakten
