Klimamodelle sind extrem komplexe Computerprogramme. Mit ihnen wird versucht, Entwicklungen von und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Komponenten des Klimasystems der Erde zu simulieren – also beispielsweise von Atmosphäre und Ozeanen, von Wolken, Schnee und Eismassen oder von verschiedenen geologischen, biologischen und chemischen Prozessen.
Die ersten, noch relativ simplen Klimamodelle wurden in den 1960er Jahren entwickelt (vgl. z.B. Manabe/Bryan 1969); der US-japanische Forscher Syukuro Manabe wurde übrigens gemeinsam mit dem Deutschen Klaus Hasselmann und dem Italiener Girogio Parisi für Pionierleistungen auf diesem Gebiet 2021 mit dem Physik-Nobelpreis geehrt.
Schon diese groben Modelle kamen auf – mit heutigem Wissen betrachtet – relativ zutreffende Ergebnisse: So erwarteten Manabe/Wetherald 1967 einen Temperaturanstieg um etwa 2 °C bei Verdoppelung des Kohlendioxid-Gehalts der Erdatmosphäre.
Tatsächlich hat der Mensch die CO2-Konzentration gegenüber vorindustriellem Niveau mittlerweile um rund 50 Prozent erhöht – und die Erde hat sich um knapp ein Grad Celsius erwärmt…
Quelle: Helmholtz KLIMA | Klimafakten
