Mikroplastik wird in nicht unerheblichem Ausmaß durch den Abrieb von Autoreifen verursacht. Eine neue Analysenmethode erlaubt nun die simultane Bestimmung und Identifizierung thermoplastischer und elastomerer Mikropartikel.
Wenn über die Belastung der Umwelt mit Mikroplastik gesprochen wird, richtet sich der Fokus meist auf thermoplastische Kunststoffe. In der Tat finden sich unter den polymeren Fundstücken insbesondere in aquatischen Ökosystemen vor allem Partikel aus Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polystyrol (PS), die mengenmäßig am meisten produzierten Kunststoffe weltweit.
In jüngerer Vergangenheit, und zwar auch im Zuge der Diskussion über die Feinstaubbelastung der Luft, sind zunehmend auch Elastomere, umgangssprachlich als Gummi bezeichnet, ins Blickfeld der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten. Mit Fug und Recht, wie Dr. Ulrike Braun von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) sowie Kolleginnen und Kollegen von den technischen Universitäten in Berlin und Chemnitz meinen, denn bei schätzungsweise 60 Prozent der in die Umwelt eingetragenen polymeren Mikropartikeln handelt es sich um Gummirückstände, und die lassen sich in erster Linie dem Abrieb von Autoreifen zuschreiben.
Laut Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) entfallen allein von 112 000 Tonnen Reifenabrieb allein in Deutschland (Stand 2010) 43 000 Tonnen auf Gummi- bzw. Polymeranteile…
Quelle: LABORPRAXIS – Vogel Communications Group
Autor/Redakteur: Guido Deußing / Dipl.-Chem. Marc Platthaus
Thema: Plastik (Mikro-und Nanoplastik)
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