Wallace wird für ihre langjährigen Beiträge zur Erforschung der Tektonik geehrt, insbesondere für ihre Arbeiten zu Verformungsprozessen in Subduktionszonen und zu Slow-Slip-Ereignissen. Ihre Forschung verbindet geodätische Messungen, Beobachtungen am Meeresboden, wissenschaftliche Ozeanbohrungen und Langzeitbeobachtungen, um das Verhalten tektonische Plattengrenzen im Verlauf des Erdbebenzyklus besser zu verstehen.
Langsame Erdbeben, deren Dauer sich über Wochen statt über Sekunden erstreckt
Die meisten Menschen erleben Erdbeben als plötzliche Ereignisse – sofern sie sie überhaupt wahrnehmen. Unter dem Meeresboden und entlang tektonischer Plattengrenzen können sich Teile der Erdkruste jedoch auch viel langsamer bewegen: über Tage, Wochen oder sogar Jahre hinweg. Diese Vorgänge werden als „Slow-Slip-Ereignisse“ bezeichnet. Sie ähneln Erdbeben, da die Bewegung entlang einer Verwerfung stattfindet. Doch im Gegensatz zu Erdbeben setzen sie Energie in der Regel so allmählich frei, dass sie an der Oberfläche nicht direkt spürbar sind…
Quelle: GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
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