Eine biologische Reaktion auf Umweltstress ist mindestens 16 Millionen Jahre alt: Eine fossile Koralle aus dem Iran zeigt nahezu dieselbe Form der Regeneration wie heutige Mittelmeer-Korallen. Die sogenannte „Rejuvenescence“ tritt bei lebenden Korallen als Reaktion auf hohe Temperaturen auf und wurde nach marinen Hitzewellen beobachtet.
Der Fund deutet darauf hin, dass es sich um eine über Millionen Jahre hinweg wiederkehrende Reaktion handeln könnte – möglicherweise um einen alten biologischen Mechanismus, der Korallen dabei hilft kurzfristige extreme Hitzebelastungen zu bewältigen. Erstautor der Studie ist der Paläontologe Dr. Markus Reuter von der Universität Greifswald. Die Studie erschien kürzlich in der Fachzeitschrift npj Biodiversity.
→ Die Koralle lebte vor rund 16 bis 17 Millionen Jahren im Bereich des nördlichen Indischen Ozeans während des miozänen Klimaoptimums, einer langanhaltenden Warmphase, in der die globalen Durchschnittstemperaturen etwa 3 bis 4 °C über den heutigen Werten lagen…
Quelle: Universität Greifswald
Ansprechpartner: PD Dr. Markus Reuter (Institut für Geographie und Geologie)
