Der Ozean umfasst einige der letzten unberührten Ökosysteme der Erde, doch der Mensch stört zunehmend auch abgelegene Lebensgemeinschaften in den Polarregionen und in der Tiefsee. Der globale Klimawandel sowie die direkte Ausbeutung von Ressourcen, die Zerstörung von Lebensräumen und die Verschmutzung bedrohen die biologische Vielfalt der Meere und deren grundlegende Lebensleistungen.
Als Folge davon sind wichtige Ökosystemprozesse wie Primärproduktion, der trophische Transfer – die Weitergabe von Nahrung und Energie über die Nahrungsketten – sowie die biologische Kohlenstoffpumpe in Gefahr, durch menschliche Aktivitäten dauerhaft und negativ beeinflusst zu werden.
Dies ist eine kritische Entwicklung, da die Ökosysteme des Ozeans viele Leistungen für uns Menschen erbringen, darunter die Bereitstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, die Aufnahme von atmosphärischem Kohlendioxid und der Schutz der Küsten vor Stürmen und Überflutungen.
- Deshalb ist ein umfassendes Verständnis der wichtigsten Prozesse des Ozeans auf der Ebene der direkten und indirekten Wechselwirkungen und deren möglichen zukünftigen Entwicklungen erforderlich.
- Dies ist entscheidend für die Identifizierung potenzieller Kipp-Punkte, damit wir gemeinsam Interventionen optimieren können, die die fortschreitende Verschlechterung von Ökosystemprozessen abmildern.
Quelle: GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
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